Lobenberg: Die Aulerde ist sicherlich Philipps wärmste Lage, mit der reichsten und dichtesten gelben Frucht. Die Böden sind etwas mehr von Löss und Lehm geprägt als die auf reinem Kalk liegenden Morstein und Brunnenhäuschen. Im konzentrierten, sehr trockenen Jahr 2022 haben wir dann entsprechend ein riesiges Kaleidoskop an gelbfruchtigen, kräuterigen und steinigen Aromen, die sich hier mit Fanfaren ankündigen. Druck und Power aus Mirabelle, aus würziger Apfeltarte und salzig eingelegten Zitrusfrüchten. Manchmal ist sie gar nicht mal besser als die Ersten Lagen, hat aber immer viel Power. In 2022 ist sie aber trotz Power ziemlich elegant. Wir haben schon ein Maul voll Wein, einen satten Schub, der von kreidigen Tanninen flankiert wird, aber Philipp hat die Tannine und den hohen Gerbstoffdruck wirklich gut gebändigt bekommen durch sein ganz feines Arbeiten. Zudem ist der Wein, wie alle GGs, ziemlich knalltrocken. Aber diese enorm konzentrierte, kompakte Gelbfruchtigkeit in Tateinheit mit feinster Exotik aus Grapefruit, Maracuja und etwas Tonkabohne ist schon ziemlich erstklassig. Einfach einnehmend, man kann sich wunderbar überrollen lassen von dieser köstlichen Fruchttiefe, von dieser aromatischen Welle, die da über einen hereinbricht. Tolle Balance, weil er eben auch diesen kreidigen Grip und die Frische hat. 95-97/100
Riesling 100%
weiß, trocken
12,5% Vol.
Trinkreife: 2026–2047
Verpackt in: 6er
Lobenberg: 95–97/100
Suckling: 96/100
Lobenberg in Wiesbaden: 95–96+/100
Parker: 94/100
Deutschland, Rheinhessen
Allergene: Sulfite, Abfüllerinformation
Abfüller / Importeur: Wittmann, Mainzer Straße 19, 67593 Westhofen, DEUTSCHLAND
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