Lobenberg: In diesem Wein von Wittmann sind die ehemaligen Bestandteile aus Weißburgunder -S- und Chardonnay -S- zusammengebracht. Spontanvergoren im Holz, der Weißburgunder im Halbstück, der Chardonnay im Barrique. Nur 3-4 Stunden Maischestandzeit. Ganztraubenpressung. Verbleib im Holzfass auf der Vollhefe bis zur Füllung. Sehr stark von Pfirsich dominierte Nase, mit feinen grünen Elementen darunter. Etwas gelbe Kiwi, Quittenschale, nasser Kalkstein, Minze. Schöne Kühle ausstrahlend. Die Cuvée aus Weißburgunder und Chardonnay ist schon sehr schlüssig, weil sie sich gut ergänzen. Im Mund des Weins ist der Neuholzanteil etwas spürbar, denn ein bis zwei neue Halbstücke waren dabei. Dieser leicht verrauchte Hauch steht ihm aber gut. Der Westhofener Weißburgunder und Chardonnay zeigt sehr viel Druck, und trotzdem ist er schlank und kühl. Kein fetter ordinärer Chardonnay-Stil, kein übercremiger, überreifer Weißburgunder, sondern ein toller Wein als wirklich perfekter Kompromiss. Ziemlich genau 50/50 geblendet. Toller Geradeauslauf, sauber definiert, mit langem, mineralischem Zug hinten raus. Das ist genau der richtige Kompromiss, wenn man weder das Fette eines Chardonnays noch das zu Cremige eines Weißburgunders möchte. Man läuft immer in der Mitte lang und endet in einem salzigen, mineralischen Finale. Ich war misstrauisch, ob das gelingen kann. Das Ergebnis ist wirklich superb. Selten gelingen Kompromisse so ideal wie in diesem Wein. 94+/100
Chardonnay, Weißburgunder
weiß, trocken
13,0% Vol.
Trinkreife: 2024–2036
Verpackt in: 6er
Lobenberg: 94+/100
Suckling: 93/100
Deutschland, Rheinhessen
Allergene: Sulfite, Abfüllerinformation
Abfüller / Importeur: Wittmann, Mainzer Straße 19, 67593 Westhofen, DEUTSCHLAND
Kommentar